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„Familienzusammenführung“

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….. wo sind die drei „Beschützer“ ??

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Unsere Arbeit mit Herdenschutzhunden geht in Lappland weiter,

wir werden in Lappland mit den Herdenschutzhunden Odin (Pyrenäenberghund) und Skadi   (Slovensky Cuvac ) an einem  neuen  Projekt mitarbeiten.

Hier geht es um den Schutz der Rentiere vor Braunbärangriffen. Immer wieder greifen Braunbären in der Wurfzeit der Rentiere deren Jungtiere an, dies hat zur Folge, dass Braunbären an die Wurfstellen der Rene zurückkehren um diese dort zu töten.

Aus diesem Grund werden wir, mit Dirk Hagenbuch ( Wildnisdorf Solberget ) und anderen Rentierzüchtern, den Versuch starten Rentiere mit der Hilfe von Herdenschutzhunden zu schützen.

Des weiteren ist geplant eine Zucht von Herdenschutzhunden in Lappland aufzuziehen, die Welpen mit Schafen, Ziegen, Rentieren zu sozialisieren und im Anschluss an, bereits sehr interessierte, Schafhalter in Deutschland und Rentierzüchter in Lappland zu übergeben. Dort werden sie mit uns und bereits ausgebildeten Herdenschutzhunden auf Ihre Arbeit vorbereitet.

Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und auf viele neue Erfahrungen,

Mica

Liebe Wolfs- und Hundefreunde,

seit vielen Jahren bin ich einen Gedanken nie losgeworden, wie kann man Wölfe schützen, ohne dass der Mensch mit seinen Nutztieren größeren Schaden nimmt?

Nun werden einige sagen, was will denn der jetzt, das gibt es doch schon, Herdenschutzhunde.

Da muss ich meinen Zweiflern Recht geben, jedoch sind bis heute Herdenschutzhunde noch nie so ausgebildet worden, wie ich es versuchen werde. Wenn ich mein Ziel erreiche, soll es so sein, dass die Hunde ihre Herde schützen, jedoch Fremden wie Spaziergängern, Radfahrern usw. keine Beachtung schenken, sondern ausschließlich den Beutegreifern das Leben schwer machen.

Auf diese Art werde ich versuchen, allen gerecht zu werden, damit der Wolf auch in Thüringen eine Chance bekommt. Gerade jetzt, wo in anderen Teilen der Republik schon über den Abschuss des Wolfes diskutiert wird. Dass es funktionieren kann, sieht man in Lappland bei Dirk Hagenbuch – www.solberget.com.

Bis zum heutigen Tag habe ich in meine Ziele sehr viel Zeit und auch Geld investiert und mit jedem Tag komme ich einen Schritt voran, Unterstützung habe ich weder von Naturschützern noch von Behörden erhalten.

Oft belächelt von anderen denke ich jedoch, einen Beitrag zum Schutz des Wolfes leisten zu können.

Wer mir bei meinem Projekt helfen möchte, ist herzlich willkommen.

Michael Witter

Skadi und die Wölfe Meine Reise begann in Mittelschweden, ich wusste, dass die Wölfe von Russland über Finnland nach Lappland einwandern. Sie können Strecken bis 1000 Kilometer und mehr zurücklegen. Mit Schlafsack, Schneeschuhen und meiner Rottweilerhündin Vicky durchkämmte ich die endlosen Winterwälder Schwedens. Auf der Suche nach Wolfs – Spuren sowie Hufabdrücken von Elchen und Rentieren begab ich mich von Deutschland aus mit meinem Pickup mehrere tausend Kilometer bis an die Russische Grenze am Nördlichen Polarkreis. Entlang der Bahnlinie von Narvik (Norwegen) nach Luela (Schweden) suchte ich nach verunglückten Elchen, Rentieren oder Krähen, die über bestimmten Stellen kreisen und ebenfalls nach Aas Ausschau halten. Da ich wusste, dass Wölfe sich die Futter – Akquirierung so einfach wie möglich machen und ihnen ein verunglücktes Tier entlang der Bahnstrecke oder auf der Straße gerade recht kommt, suchte ich zuerst solche Stellen ab und verfolgte deren Spuren. Manchmal hörte ich das Wolfsgeheul und dann hatte ich das Glück eine Gruppe mit drei Wölfen zu beobachten. Bei meinen vielen Besuchen im schwedischen Teil von Lappland erfuhr ich, dass Wölfe nur eine Chance zum Überleben haben, wenn sie von den Rentierherden der Sami lassen. Die Ureinwohner Skandinaviens halten nämlich nicht viel von einem Abschussverbot, wenn sich die Wölfe mal wieder an ihren Rentierherden vergriffen haben. Nun versuchte ich, dass Feld von hinten aufzurollen, Herdenschutzhunde in eine Rentierherde zu integrieren und viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bis die Sami erkennen, dass diese Hunde die Herden beschützen können, einfache Formel: Schutz vor Wölfen – als Schutz der Wölfe! Einen langen Atem werde ich brauchen, bei diesem Vorhaben und sicher auch viel Geduld mit allen Beteiligten, Menschen wie Tiere inbegriffen. Entscheidungen reifen in Skandinavien sehr lange. Zudem gibt es das Vorurteil, dass Hunde nicht als Herdenhüter geeignet sind. Meist haben sie sich aus dem Staub gemacht und sind verwildert. Als mich Dirk Hagenbuch, der im schwedischen Solberget ( Nördlicher Polarkreis ) lebt und handzahme Rentiere hält, anrief und mir berichtete „… er habe ein Problem mit Wölfen …“, war das ein willkommener Anlass mein Projekt zu beginnen. Nach dem Studium der in Frage kommenden Hunderassen, entschied ich mich für einen weißen „Riesen“, den Slovensky Cuvac. 70 Zentimeter hoch und 50 Kilogramm schwer kann ein solcher „Knopfäugiger Wuschel“ werden. Drei bis vier dieser Gebirgshütehunde halten Wölfe und Braunbären zuverlässig von der ihnen anvertrauten Herde fern. Das haben die Cuvac schon oft in ihrer angestammten Heimat, in der Tatra und in den südlichen Karpaten bewiesen. Nun wird ein weiteres Zeugnis ihrer Wehrhaftigkeit am Nördlichen Polarkreis abgelegt. Ende August 2008 holte ich eine Slovensky Cuvac Hündin von einer Züchterin aus dem Österreichischen Klagenfurt. So begann die Reise nach Thüringen. Gut zwölf Wochen alt, elf Kilo schwer, knapp 35 Zentimeter hoch war sie, als sie zum ersten Mal Waldau ( Thüringen ) sah. Das weiße Fellknäul mit den schwarzen Knopfaugen döste gerne im Gras auf dem Hundeplatz. Aufmerksam betrachtete sie ihr vorübergehendes Zuhause und dessen Besucher. Mein Traum nimmt in diesem Moment Konturen an. Viel Arbeit stand uns beiden bevor. Ein Trost – sie lernt schnell! Stubenrein ist sie in kürzester Zeit geworden. Im Tambacher Wildpark(Bayern) zeigte sie keine Scheu vor Rehen und Hirschen. Sie ist sehr selbstbewusst, schon äußerst kräftig und ziemlich frech. Alles andere als ein „Weichei“ – Hund. Um sie auf alle Möglichkeiten vorzubereiten, brachte ich sie mit vielen Tieren, wie Pferden, Hunden und natürlich auch mit vielen Menschen zusammen. Mein Ziel bestand darin, einen Herdenschutzhund in einer Form auszubilden, die so noch keiner ausprobiert hat. Sollte doch Skady, wenn sie am Ziel angekommen ist, eines unterscheiden können, Menschen dürfen Ihre neuen zu beschützenden Rentiere berühren, doch Eindringlinge wie Wolf, Vielfraß oder Braunbär sollen von der Herde lassen Am 26. September 2008 war es dann soweit, wir reisten zusammen in die neue Heimat von Skadi. 2800 Kilometer, quer durch Deutschland, Dänemark und Schweden waren wir im Pickup unterwegs. Am Ziel warteten Dirk Hagenbuch und seine zahmen Rentiere auf uns, die Freude war groß und Skadi tat so, als ob sie schon immer dahin gehörte. Drei Wochen blieb ich in Solberget( Nördlicher Polarkreis) um auch weiterhin für Skadi und Dirk den Weg zu ebnen, den Hund an die Rentiere zu gewöhnen. Wie sich herausstellte, nahm sie ganz selbstverständlich ihre Aufgabe wahr. Bei den Hagenbuchs war die Freude groß, zumal die Weiße nun auch ihnen Gesellschaft leistet. Sie hatten Skadi, was übrigens „Riesenmädchen“ auf Samisch bedeutet, sofort in ihr Herz geschlossen. Skadi akzeptierte ihr neues Zuhause und ihr neues Herrchen. In Deutschland war sie frech, aufmüpfig beinahe unausgelastet, so nicht in Schweden, hier ist sie ruhig und strahlt Selbstbewusstsein aus. Sie spielt mit den Rentieren fangen, so wie ich insgeheim immer gehofft hatte, sie ist genau die Richtige für diese Aufgabe. Auch wenn sie alleine nicht in der Lage ist, die Herde vor einem Wolfsrudel zu beschützen, kann sie einzelne Wölfe, so wie es auch meistens der Fall ist, von der Herde fern halten. Geplant ist wenn Skadi Ihre Aufgabe so gut ausführt dass sie in der Lage ist, einem weiteren Slovensky Cuvac, alles was sie gelernt hat weiter zugeben. Dann habe ich mein Ziel erreicht, die ersten Herdenschutzhunde, die eine Rentierherde beschützen! Diese Aufgabe ist mein Beitrag zum Schutz der Wölfe und der Rentierherden. Michael Witter

Skadi und die Wölfe – Teil Zwei Nach 32 Stunden Fahrt kam ich im Mai diesen Jahres in meiner zweiten Heimat an. Ich hatte mir vorgenommen, mein Wolfsrudel wieder zu finden und Skadi und ihrer Familie einen langen Besuch abzustatten. Nach nunmehr drei Jahren kann Skadi ihre Aufgabe als Herdenschutzhund ganz selbstverständlich ausführen. Sie hält zuverlässig die Raubtiere (Wölfe, Vielfraß, Bären) von ihrer Herde fern. Die Urlauber und auch die Bewohner auf Dirk Hagenbruch´s „Ranch“ bemerkten, dass die Spuren der Raubtiere jetzt einen weiten Bogen um Skadi´s Einflussbereich machen. Demzufolge reicht es schon aus, erst einmal einen Herdenschutzhund zu besitzen, um den zufälligen Gefahren, wie einzelne Wölfe oder Bären, vorzubeugen. Für ein ganzes Wolfsrudel, welches vielleicht die Rentierherde auf´s Korn genommen hat, wäre ein Hund zum Schutz zu wenig. Aber zwei bis drei der Weißen Riesen sehr wohl. Vorerst gab es aber bei den Menschen in Skadi´s Familie Zuwachs, deshalb verschiebt sich die Anschaffung eines zweiten Beschützers noch ein Weilchen. Was mein Projekt anbelangt hatte ich ja einige Vorgaben, zum Einen die Herde zu schützen und zum Anderen sollte der Hund ja gutmütig zu den Menschen, welche tagtäglich auf dem Grundstück ein und aus gehen, sein. Bei unserm ersten Gespräch trat Dirk an mich heran, weil er sich Sorgen um seine Herde Rentiere machte. Urlauber hatten Wölfe und andere Raubtierspuren in der Nähe seines Landes gesehen. Ich habe ihm damals (2008) die verschiedenen Möglichkeiten zum Schutz aufgezählt. Die beste Idee war aber, meiner Meinung nach, ein Herdenschutzhund. Da ergab sich aber das Problem, dass diese Tiere sehr eigen mit ihren Herden umgehen und niemanden an sie heran lassen. Früher wurden Herdenschutzhunde komplett isoliert mit der zu beschützenden Herde aufgezogen. So entstand bei mir damals schon die Idee, einen Herdenschutzhund so vorzubereiten, dass er in der Lage ist klar zu differenzieren in welcher Form es die Herde zu verteidigen gilt.Nicht wie bisher in der Nutztierhaltung praktizierter Herdenschutz, sie in den Herden groß zu ziehen und von allen Umweltreizen fernzuhalten. Immer wieder ist es passiert, wie zum Beispiel in den einzelnen Kantonen der Schweiz, dass Herdenschutzhunde aus ihrer Herde heraus, in ihrer Funktion Menschen bedroht haben. Dies macht meine Methode einzigartig, wie mir ein bekannter Verhaltensbiologe, welchem ich von Skadi berichtete, bestätigte. Es erstaunte ihn, dass Herdenschutz auch so funktionieren kann. Ich erzog sie so, dass sie tolerant gegenüber Menschen und für alle äußeren Reize ist. Da Dirk täglich neue Besucher/ Gäste bekommt, sollte sie sich Fremden gegenüber normal und freundlich verhalten. Die Gefahr aber erkennen, wenn Raubtiere sich nähern. Man muss dazu sagen, dass dieses intelligente Tier mir die Aufgabe auch sehr erleichtert hat, so funktioniert meine Methode gut, wie man auf den Bildern sehen kann. Sie freut sich über Menschen, spielt mit den Rentieren und die Raubtiere gehen Skadi´s Wirkungskreis aus dem Weg. Genau das wollte ich, niemand muss mehr Wölfe erschießen, wenn sie gar nicht an die Herden herangehen ! Tja, womit wir bei den Wölfen sind … mein Wolfsrudel fand ich dann nach 700 km Fahrt in der Nähe der russischen Grenze. Ich konnte ein paar beeindruckende Aufnahmen machen, wie sie zusammen spielen, dies sieht aus wie bei unseren Hunden. Ich war froh, dass nur zwei fehlen, aus dem Rudel von sechs Tieren sind nur noch vier geblieben. Sie sehen gesund aus und sind anscheinend glücklich auf ihrem Terrain. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass man den Herdenschutz neu überdenkt und ihn in seiner heutigen Vorgehensweise auf eine bessere Art praktiziert. So soll es doch so sein, dass Herdenschutzhunde klar unterscheiden können was Herdenschutz für eine Herde bedeutet.

Da die Wölfe nun in Deutschland wieder zugegen sind, gilt die gleiche Theorie auch für hier:

„Schutz der Wölfe – durch den Schutz der Herden“

wie ich mir das gedacht habe, kann man im Laufe der Zeit hier sehen: … am 29.04.2012 holte ich mir zwei neue „Teammitglieder“, mit ihnen begann das Projekt „Herdenschutz für Deutschland“

TAJA

TISA

Written on Juni 6th, 2011 ,

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